Die 1×5 der Selbstbefriedigung

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Frau macht Selbstbefriedigung mit Kissen

Selbstbefriedigung ist eine unserer Lieblingsbeschäftigungen, wenn wir mit uns allein im Bett liegen und gerade nicht schlafen wollen. Daneben gibt es noch lesen, fernsehen, mit dem Handy spielen, die Katze kraulen. Oder was macht Ihr noch so im Bett? Wir machen es uns selbst, weil wir gerade Lust haben, uns langweilen oder Druck abbauen möchten. Und so verschieden wie die Gründe dafür sind auch die Methoden, mit denen wir es machen. Jeder und jede hat da so seine oder ihre eigene Technik. Und jede Einzelne ist ok. Wie wir es uns selbst machen, ist auch für die partnerschaftliche Sexualität wichtig. Denn das ist meistens auch der Weg, auf dem wir dort zum Höhepunkt kommen. Und so schön Selbstbefriedigung auch ist, haben einige Varianten zu zweit auch ihre Defizite. Denn was mit uns selber klappt, muss nicht unbedingt auch mit dem Partner oder der Partnerin Erfolg versprechen. Es lohnt sich also, die fünf Varianten einmal genau anzuschauen:

1. Die Anspanner

Diese Variante wird als der „archaische Modus“ bezeichnet. Diesen beherrschen wir schon als Babys. Nur erinnern wir uns daran nicht. Aber viele Frauen kennen das Gefühl noch aus dem Sportunterricht in der Schule beim Hochklettern an den Seilen. Es ist auch eher eine Technik, die Frauen beherrschen. Hierbei werden die Oberschenkel ganz fest zusammengepresst und der Beckenboden angespannt. Der ist massgeblich am Orgasmus beteiligt und steht wiederum im Mittelpunkt bei so mancher Sportart. Deshalb kann uns das zum Beispiel beim Bankdrücken oder Pilates passieren. Ohne dass wir uns berühren müssen. Setzt Euch doch jetzt einmal hin, schlagt die Beine übereinander und spannt sie ganz stark an. Na? Der Rest des Körpers ist zwar auch angespannt, kann aber ganz ruhig bleiben. Und niemand merkt etwas. Das könnt Ihr ja einmal bei der nächsten Teambesprechung ausprobieren. 🙂 Zudem pressen viele ihren Unterleib im Bett dabei gegen die Matratze – auch Männer, die ihren Penis manchmal noch zwischen die Beine klemmen. Diese Methode kann sehr effektiv sein. Allerdings kann sich die Erregung nur schlecht im ganzen Körper ausbreiten. Für die partnerschaftliche Sexualität ist sie nicht so gut geeignet, da die Anspanner sehr auf Druck und Anspannung festgelegt sind. Und bei der gemeinsamen Bewegung mit dem Partner ist das nicht unbedingt möglich.

2. Die Rubbler

Bei dieser als „mechanischer Modus“ bezeichneten Variante kommen die Männer zum Zuge. Hierbei geht es um die Bewegung. Und das ist auch das typische Bild, das wir kennen: Im Liegen, Stehen oder Sitzen wird der Penis mit einer Hand umfasst und mit gleichbleibenden schnellen und eher monotonen Bewegungen auf und ab gerieben. Das bietet sich bei der Form des männlichen Körpers eben auch einfach so an. Der Rest des Körpers ist angespannt, wird aber kaum bewegt. Diese Methode ist besonders gut geeignet, wenn die andere Hand anderweitig beschäftigt ist, zum Beispiel mit den Brüsten der Partnerin oder der Maus am Computer. Die Veränderung besteht vor allem in der Geschwindigkeit, die zunehmend gesteigert wird. Auch Frauen können auf diese Weise ihre Klitoris stimulieren. Auch bei ihnen ist die Körperspannung sehr hoch. Das bedeutet wieder, dass die Erregung sich nur schwer im Körper ausbreiten kann. Alles konzentriert sich auf die Genitalien. Für die schnelle Selbstbefriedigung ist die Methode bestens geeignet, da die Rubbler direkt auf das Ziel zusteuern. Für das Spiel mit dem Partner oder der Partnerin gibt es Verbesserungsbedarf, da die Bewegung dann doch etwas einseitig ist. Männer kommen eher zu schnell und Frauen brauchen dann auch genau diese Art der Stimulierung. Und das zu erfüllen kann für den Partner eine enorme Herausforderung bedeuten.

3. Die Tänzer

Beim Tanzen bewegen wir uns weich und geschmeidig, alles ist in Bewegung. Gut, Männer tun sich damit zuweilen etwas schwer. Das kennen wir ja. Und so wird diese Methode, der „ondulierende Modus“, auch eher von Frauen angewandt. Sie bewegen sich fliessend und geniessen die Berührungen am ganzen Körper. Sie fühlen sich wohl und der ganze Körper wird zur erogenen Zone. Sie können sich dem Gefühl der Erregung ganz hingeben und sind entspannt. Entspannung ist hier auch das Stichwort. Für einen Orgasmus brauchen wir ein gewisses Quantum an Anspannung. Und die kann bei dieser Form der Selbstbefriedigung fehlen, so dass es nicht zum Höhepunkt kommt. Für die partnerschaftliche Sexualität ist diese Form auf der einen Seite wunderbar, denn sie ermöglicht Hingabe, Zärtlichkeit, Intimität. Man kann sich prima miteinander beschäftigen und den ganzen Körper einbeziehen. Aber auf der anderen Seite kann auch hier der Orgasmus zuweilen auf sich warten lassen.

4. Die Faulen

Die Faulen? Wer möchte denn als faul bezeichnet werden? Niemand. Und damit kommen wir zum „vibrierenden Modus“. Vibration? Vibrator? Genau. Und dann wird auch ganz schnell klar, warum ich das als die faule Variante bezeichne. Nichts gegen Vibratoren. Ich finde, das ist eine tolle Erfindung. Und es ist ganz wunderbar, dass es auf diesem Gebiet immer neue Produkte gibt. Gerade für Frauen, die mit den anderen Varianten nicht weiterkommen. Aber auch für alle anderen, weil es einfach Spass macht. Nun ist nicht viel Anstrengung nötig, um damit zum Höhepunkt zu kommen: Hinlegen oder hinsetzen, Vibrator einschalten, geniessen, fertig. Wir können faul sein und geniessen. Eigentlich brauchen wir nicht einmal mehr Erregung. Zu den bevorzugten Sextoys gehören übrigens auch elektrischen Zahnbürsten oder der Duschstrahl. Hm, der Duschstrahl, den entdecken wir ja oft schon im zarten Mädchenalter. Auch Männer mögen zuweilen Vibrationen im Penis- oder Analbereich. Insgesamt betrachtet ist das aber doch eher eine Frauendomäne. Und für Selbstbefriedigung ist das alles prima geeignet. Nur mit dem Partner wird es schwierig, wenn es anders nicht geht. Denn der kann die Vibrationen nicht nachahmen. Das Sextoy in das Liebesspiel mit einzubeziehen, kann auch schön sein. Aber auf Dauer und für das sexuelle Selbstbewusstsein wäre es gut, wenn der Orgasmus auch anders kommen kann.

5. Die Schaukler

So, nun haben wir vier Varianten der Selbstbefriedigung, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Vorteile bei der Selbstbefriedigung, Nachteile beim Liebesspiel mit dem Partner oder der Partnerin. Aber wird sind ja noch nicht fertig. Denn da gibt es noch eine fünfte Möglichkeit: Bei dieser als „wellenförmiger Modus“ bezeichneten Variante werden Becken und Schultern gleichzeitig bewegt. Aufgrund dieser Art der Bewegung wird hier auch von einer „Doppelschaukel“ gesprochen. Wir sind also gleich viel mehr in Bewegung. Dazu kommen gezielt eingesetzte Atmung und unterschiedliche Geschwindigkeiten. Wir bewegen uns, spielen mit der Anspannung, werden schneller und wieder langsamer, unterstützen durch eine tiefe Atmung in den Bauchraum. Dadurch kann die Erregung im ganzen Körper ausbreiten und bleibt nicht nur auf die Genitalien beschränkt. Das ist auch der partnerschaftlichen Sexualität sehr zuträglich. Denn hier spielen wir ja auch mit dem Partner. Und wir kommen nicht gleich aus dem Takt, wenn die Bewegung nicht ganz genau so ist, wie wir sie gewöhnt sind.

Aus gewohnten Mustern ausbrechen

Und wie kommen wir dahin? Einfach einmal aus dem gewohnten Muster ausbrechen. Männer können zum Beispiel ihre Hand stillhalten und stattdessen ihr Becken vor- und zurückschieben, so dass der ganze Unterkörper in Bewegung kommt. Auch bei ihrer Lust spielt der Beckenboden eine wichtige Rolle. Und auch Frauen können lernen, ihre Beckenbodenmuskulatur bewusst wahrzunehmen, um dann mit der An- und Entspannung zu spielen. Es muss ja nicht gleich alles auf einmal sein. Und wie gesagt, für die Selbstbefriedigung ist jede Variante geeignet. Nur beim Sex mit dem Partner oder der Partnerin hapert es manchmal. Und sich dann zurückzulehnen und zu meinen, der oder die andere sei schuld, ist zu einfach. Wir haben es sozusagen selber in der Hand. 🙂

Bild: © kirillica / fotolia.com


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