Die kleine Orgasmus-Schule

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Schon mal beim Yoga gekommen? Gar nicht so unwahrscheinlich, denn wir Frauen sind ein wahres Wunderwerk der Lust. Nicht nur sind die erogenen Zonen über den ganzen Körper verteilt (dies ist beim Mann entgegen des gängigen Klischees natürlich genauso), auch der Genitalbereich selber ist äusserst interessant, wenn es um den sexuellen Genuss geht. Beim Orgasmus steht die Klitoris als auslösendes Organ an erster Stelle. Aber auch bei den Frauen, die das Gefühl haben, eher im Inneren der Vagina zu kommen, spielt sie mit ihrer erstaunlichen Ausdehnung nach dem heutigen sexualwissenschaftlichen Forschungsstand immer noch die Hauptrolle. Umso erstaunlicher ist es daher, dass es noch einige andere und teilweise sehr unkonventionelle Arten gibt, fernab von der direkten oder indirekten Klitoris-Stimulation feinste Orgasmen zu erleben. Meine Aufzählung hier erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Wer also noch weitere Möglichkeiten kennt, möge uns diese gern zusenden!

• Nippelgasmus

Bei einigen wenigen Frauen sind die Brustwarzen derart empfindlich, dass schon die Berührung durch die Kleidung hindurch für unerwartete und auch nicht immer willkommene Höhepunkte sorgt. Man stelle sich nur vor, beim ersten Date streife der attraktive Kerl aus Versehen mit seinem Unterarm die Brüste und schon ginge es los: Uuuuh….aaaahhhhh….. Nein, braucht kein Mensch. Aber unsere Brustwarzen sind schon erstaunlich. Während sie im Alltag zumeist ein Schattendasein führen, erwachen sie bei erotischer Betätigung, sei es in der Fantasie oder in der Realität, zum Leben. Und dann kann uns die Berührung zu ekstatischen Höhenflügen treiben. Die Brustwarzen ziehen sich zusammen und erigieren regelrecht. Die Lustgefühle schiessen direkt in den Unterleib hinunter. Und das kann schon mal zu einem herrlichen Orgasmus führen! Wichtigste Voraussetzung: Erregung. Ohne die geht hier gar nichts.

• Yogasmus

Beim Sport kommen? Ja, das ist tatsächlich möglich und ist noch so eine Form des nicht immer gewollten Höhepunktes. So manche Bankdrückerin und Yogini kann wahrscheinlich ein Lied davon singen, denn die spannen ihre gut trainierten Beckenbodenmuskeln beim Sport besonders an. Die Bankdrückerin braucht die starke Anspannung in Bauch und Beckenboden, um die Gewichte zu stemmen. Und beim Yoga und Pilates steht die Körpermitte ohnehin im Vordergrund. Und wer jetzt einmal die eigenen Beckenbodenmuskeln anspannt (einfach mal so tun, als müsse man den Urinstrahl aufhalten), sollte umgehend ein leichtes Lustgefühl im Unterleib wahrnehmen. Manche kennen das auch noch aus der Kindheit vom Baum- oder Seilklettern. Je stärker diese Muskeln ausgebildet sind, desto intensiver sind übrigens auch alle anderen Orgasmen. Und so kann das reine Anspannen zu einem gewollten oder ungewollten Höhepunkt führen. Ein Argument mehr für Sport!

• Braingasmus

Gehen wir noch einen Schritt weiter: Es geht sogar ganz ohne Berührung und Anspannung, allein durch die Kraft der Gedanken! Einen Orgasmus herbeizufantasieren ist nicht einfach, aber möglich und Frauen können sich tatsächlich in einen Orgasmus hineindenken. Schliesslich ist das Gehirn unsere grösste erogene Zone. Das würde ich allerdings als Königsklasse des Orgasmus bezeichnen und es sind sicher auch nur einige wenige Frauen, denen dieses Talent geschenkt wurde. Was jedoch so manche Leserin hier kennen wird, sind die intensiven Höhepunkte, die uns unsere Träume schenken. Schon mal mitten im Kribbeln aufgewacht und dabei festgestellt, dass die Hände unter dem Kopfkissen liegen? Wenn das mal kein Orgasmus in Gedanken ist! Also wenn ich den bewusst hervorrufen könnte, würde ich vermutlich viel mehr Zeit mit Schlafen verbringen. 🙂

Das erste mal Analsex?!

Analsex – nehmen wir das letzte grosse Tabu in Angriff!

• Pogasmus

Jetzt geht es weiter mit viel Körperkontakt. Es wird gemunkelt und hinter vorgehaltener Hand gefragt, ob es wohl tatsächlich möglich sei, beim Analsex einen Orgasmus zu erleben. Ja, das ist es! Und das ist auch gar nicht sooo ungewöhnlich. Denn der Anus ist eine hocherogene Zone und durch Muskeln und Nerven mit dem Vaginalbereich verbunden. Dazu sollte frau aber erst einmal überhaupt Lust auf diese Art der sexuellen Vergnügung haben. Denn das Kopfkino spielt hier eine ganz grosse Rolle. Erregung, Lust und Entspannung sind oberste Voraussetzungen für diese besonders sinnliche Erfahrung. Wer verkrampft ist, nur mitmacht und womöglich gar keine Lust empfindet, wird die Erfahrung vermutlich eher als schmerzhaft verbuchen. Deshalb sollte sich hier auch niemand überreden lassen. Geht es mit viel Ruhe und Geduld an und seid verschwenderisch mit Gleitmitteln!

• G-Gasmus

Der G-Punkt bzw. die G-Zone ist eine schwammartige Ansammlung von Drüsen rund um die Harnröhre herum, bestehend aus Prostata-ähnlichem Gewebe. Und was die Prostata kann, kann unser G-Punkt schon lange: Ejakulieren mit und ohne Orgasmus. Dazu muss dieser Bereich ausreichend stimuliert werden und das am Besten, wenn Euch die Erregung bereits erfasst hat. Ansonsten fühlt sich die Berührung eher nach einem plötzlichen Harndrang an. Ob hier nun klitorales Gewebe mit im Spiel ist oder der Beckennerv, der mit dem Rückenmark verbunden ist, bleibt in der Sexualwissenschaft umstritten. Geniessen wir also einfach, was uns die Natur geschenkt hat!

• Gebärmutterhalsgasmus

Der Gebärmutterhals ist der Teil der Gebärmutter, der in die Scheide hineinragt und durch den die Spermien in den inneren Teil gelangen. Dieser Orgasmus ist höchst umstritten. Während die einen die direkte Berührung beim Koitus durch tiefe Stösse als sehr erregend empfinden und von starken emotionalen Orgasmen berichten, empfinden die anderen genau die gleichen Berührungen als schmerzhaft und unangenehm. Für die einen ist also ein langer Penis von Vorteil, für die anderen gerade nicht. Ich möchte mir nicht anmassen, darüber zu urteilen, was nun wahr ist und was nicht. Wenn eine Frau diesen Orgasmus erlebt, dann ist das genau so und nicht anders, egal, welche wissenschaftliche Erklärung dahinter steckt.

• Geburtsgasmus

Das Gebären wird im Allgemeinen eher mit Schmerzen als mit Lust verbunden. Dass eine Geburt aber auch einen Orgasmus hervorrufen kann, ist möglich, wenn auch wenig bekannt. Jede 330. Frau soll ihn erleben. Das ist tatsächlich nicht viel und so würde ich von einer Schwangerschaft nur für diesen Zweck dringend abraten. Aber es hat doch etwas tröstliches, wenn man sich während der Mühsal des Geburtsvorgangs an die Hoffnung klammert, mit einem fulminanten Orgasmus ein neues Leben auf die Welt zu bringen! Jetzt hoffe ich natürlich, dass sich Frauen finden, die uns hier von ihren Erlebnissen berichten. Denn wie immer gilt, wer nicht fragt, der nicht gewinnt. Und wer fragt schon eine Frau im Kreissaal, ob sie vielleicht gerade einen Orgasmus erlebt habe?!

• Zehgasmus

Den habe ich vom Hörensagen und nehme ihn hier auch mit auf: Bei der professionellen Fussreflexzonenmassage durchfuhr es plötzlich den Unterleib der Erzählenden. Und auch der Zehenlutscher des Liebhabers blieb nicht ohne zuckende Folgen. Kopfkino gepaart mit der Stimulation von Nerven oder Meridianen, die direkt mit dem Unterleib verbunden sind, können offensichtlich auch Orgasmen hervorrufen.

Bild: © stryjek / fotolia.com


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