Gleichzeitiger Orgasmus

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Gleichzeitiger Orgasmus - Symbolfoto

Er kommt fast immer, sie auch schon öfter. Aber beide gleichzeitig? Das ist wohl die Königsklasse des Liebesspiels und wird als solche nur allzu oft märchenhaft verklärt. Ganz so, als sei sie der unumstössliche Beweis für universelle sexuelle Potenz und gegenseitige Liebe. Und es ist ja auch ganz wunderbar, wenn beide gleichzeitig kommen. Ein Oooohhh und Aaahhhhh auf beiden Seiten, ein gegenseitiges Festhalten und Umklammern auf dem Gipfel der Lust. Moment, gegenseitiges Festhalten? Was, wenn beide gleichzeitig kommen, aber gar nicht miteinander ineinander, sondern miteinander nebeneinander? Gilt das auch? Gleichzeitiger Höhepunkt beim Masturbieren des eigenen oder des Hotspots des anderen? Stichwort „Stellung 69“? Oder gilt das nur beim vaginalen oder analen Miteinandertreiben? Und ist ein gleichzeitiger Orgasmus wirklich das Mass aller Dinge?

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Einfach kommen lassen, keinen Druck machen

Der gleichzeitige Orgasmus impliziert im Allgemeinen ja tatsächlich den Geschlechtsverkehr. Und im Porno sieht das ja auch immer ganz einfach aus. Er besorgt es ihr und beide kommen in fulminanten Ergüssen unter ekstatischem Geschrei und Gestöhne ihrerseits. Im wahren Leben stellt sich die Sache ganz anders dar. Mal ganz abgesehen davon, dass nicht alle Frauen die Nachbarschaft zusammenschreien, wenn sie vor Lust vergehen, schaffen es tatsächlich nur ungefähr 3 % aller Paare, beim Koitus gleichzeitig zu kommen. Wenn denn überhaupt beide einen Orgasmus erreichen, kommt der bei den restlichen 97% nacheinander. Nacheinander ist übrigens auch gar nicht so schlecht, weil man dann den doppelten Genuss hat: Erst konzentriert man sich auf den Partner und lässt sich ganz darauf ein, ihm oder ihr Lust zu verschaffen. Anschliessend darf man sich dann nach Herzenslaune selber gehen lassen. Und welcher Mann schaut seiner Liebsten nicht gern dabei zu, wie sie durch seine Liebeskünste LustLustLust verspürt?! Also ist das gleichzeitige Kommen vielleicht gar nicht so erstrebenswert. Dabei entgeht einem doch zu viel, könnte man meinen.

Ganz blöd ist es, wenn man sich selber unter Druck setzt. Dann wird eine Erwartungshaltung aufbaut, die es zu erfüllen gilt. Klappt das gleichzeitige Kommen nicht, ist die Enttäuschung gross. Liebt sie mich nicht genug? Bin ich nicht gut genug? Gerade bei Frauen entsteht dadurch eine regelrechte Orgasmusblockade. Und dann geht gar nichts mehr. Dabei sollten wir auch nicht vergessen, dass die meisten Frauen durch das einfache Rein-Raus ohnehin keinen Orgasmus bekommen. Wir sollten die Definition des gleichzeitigen Orgasmus also wenigstens noch um die Zugabe zusätzlicher Stimulation der Klitoris erweitern.

Erogene Lustpunkte

Ein paar Tipps von der Expertin

Wenn man gleichzeitig kommen möchte, braucht man in der Regel ein wenig Erfahrung: Mit dem eigenen Körper, aber auch in der Nähe zu dem anderen. Zum Beispiel ist es ganz wichtig zu wissen, wie man selber zum Orgasmus kommt. Die meisten Männer haben da eine grosse Erfahrungsbreite. Deshalb liegt es an ihnen, sich soweit zurückzuhalten, dass sie ihrer Partnerin genügend Zeit lassen, auf das gleiche Erregungsniveau zu kommen. Ein ausgedehntes Vorspiel wirkt da Wunder. Aber so manches Paar müht sich ab und am Ende kommt heraus, dass sie selber noch gar keinen Höhepunkt erlebt hat und auch nicht weiss, wie sie sich selber Lust verschaffen kann. „Das muss er doch wissen“, heisst es dann gern. Das stellt den Liebsten vor eine fast unüberwindbare Aufgabe. Niemand verfügt über eine Glaskugel und gerade deshalb ist es wirklich wichtig, sich auszutauschen. Sei es durch Worte oder über Gesten, Mimik, Geräusche. Durch lauter werdendes Stöhnen zeigt sie ihm, dass er auf dem richtigen Weg ist. Das wiederum törnt ihn auch noch einmal an. Mag sie etwas nicht, kann sie seine Körperbewegungen durch ihre Hände leiten, sich ihm entgegenstrecken oder zurückziehen.

Probiert verschiedene Stellungen aus. Niemand sagt, dass Ihr in der Missionarsstellung verharren müsst. Wenn sie oben sitzt, kann sie das Tempo bestimmen und gleichzeitig ihre Klitoris an seinem Schambein reiben. Auch können die Bewegungen kreisend sein, nicht nur auf und ab. Merkt er wiederum, dass er kurz vor der Explosion steht und sie noch nicht soweit ist, ist ebenfalls ein Stellungswechsel angesagt. Anderseits sollte er gerade nichts ändern, wenn sie kurz davor ist. Denn ein abrupter Richtungswechsel kann bei ihr zum kompletten Abfall der Erregungskurve führen. Ja, es ist kein leichter Weg. Aber hier macht das Üben Spass. Und sollte es nicht klappen, ist das mit Sicherheit kein Beinbruch und sollte mit Gelassenheit genommen werden.

Und wie erwähnt, wer sagt denn, dass nicht mit den Händen oder einem Sextoy nachgeholfen werden darf? Wie oben bereits angedeutet, es ist das ja alles eine Sache der Definition. Es gibt kleine Vibratoren, die man sich über den Finger zieht und damit ganz leicht die Klitoris erreichen kann. Gleichzeitig kommen kann man auch ganz hervorragend in allen anderen sexuellen Momenten. Und dann sollten die 3% auch ganz schnell in die Höhe schnellen!

Bildquelle: © Artem Furman, © Nick Freund / fotolia.com


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